
Die Kodi Diskontläden GmbH ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Einzelhandelsunternehmen mit Sitz in Oberhausen, das 1981 gegründet wurde. Der Name setzt sich aus den Initialen des Gründernamens Koch und dem Begriff Discount zusammen. Die Lebensmittelgroßhandlung Karl Koch & Sohn ging Mitte der 1980er-Jahre in die SPAR Handels-AG über, die das Unternehmen schließlich 2002 aus strategischen Gründen verkaufte. Seitdem ist Kodi ein inhabergeführtes Familienunternehmen und Teil der N.H.C. GmbH. Im Jahr 2010 wurde das Zentrallager in Oberhausen auf 15.000 Quadratmeter erweitert. Im September 2014 folgte der Start des Kodi-Online-Shops mit bundesweiter Lieferung.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 betrieb Kodi 249 Filialen, vor allem in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg. Das Unternehmen beschäftigte rund 2.300 Mitarbeiter:innen und erwirtschaftete einen Gesamtumsatz von 151 Millionen Euro, dies entspricht einem leichten Anstieg von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Verkaufsfläche einer Kodi-Filiale betrug 394 Quadratmeter. Die Gesamtverkaufsfläche ging von 99.951 auf 97.790 Quadratmeter zurück.
Das Sortiment des Nonfood-Discounters umfasst mehr als 3.400 Artikel mit Schwerpunkt auf Drogerie- und Haushaltswaren, darunter Produkte aus den Bereichen Reinigen, Kochen, Heimwerken, Textilien und Lebensmittel. Kodi bietet einen Mix aus Markenartikeln und Eigenmarken. Das Unternehmen positioniert sich als Nahversorger mit Filialen in Stadtteillagen von Großstädten sowie in mittleren und kleineren Innenstädten, die meist fußläufig erreichbar sind.
Das Geschäftsjahr 2023 war von schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin geprägt. Dennoch konnte der Nonfood-Discounter nach einem Jahresverlust von 5,4 Millionen Euro im Jahr 2022 einen leichten Jahresüberschuss von knapp 13 Tausend Euro erwirtschaften.
Aufgrund der jüngsten Herausforderungen hat Kodi Ende 2024 ein Schutzschirmverfahren eingeleitet, um das Unternehmen zu sanieren. Das Unternehmen mit derzeit rund 250 Filialen strebt einen umfassenden Restrukturierungsplan an, der im Frühjahr 2025 den Gläubigern vorgelegt werden soll. Der Geschäftsbetrieb soll dabei vollständig aufrechterhalten werden. Die Gehälter der etwa 1.800 Mitarbeiter:innen sind für drei Monate über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Parallel sucht das Unternehmen nach Investoren und prüft strategische Optionen, um seine Wettbewerbsfähigkeit in einem herausfordernden Marktumfeld zu sichern.
Website des Unternehmens: www.kodi-unternehmen.de
Inhalte im Tarif Business XL sichtbar. Jetzt einloggen oder informieren
Inhalt nicht freigeschaltet
Inhalte im Tarif Business XL sichtbar. Jetzt einloggen oder informieren
Inhalte im Tarif Business XL sichtbar. Jetzt einloggen oder informieren
Inhalte im Tarif Business XL sichtbar. Jetzt einloggen oder informieren
